Verteidigung der AIDS-Kritiker

AIDS-Kritiker bringen auch falsche Argumente gegen die AIDS-Orthodoxie vor. Verteidiger der Orthodoxie benutzen dann diese Argumente, um die ganze AIDS-Kritik zu diskreditieren. Sie versuchen den Eindruck zu erwecken, solche falschen Argumente seien typisch für die Kritik. Auch Peter Duesberg, einer der herausragenden Vertreter der Kritiker, lässt sich manchmal (voreilig) zu (logisch) falschen Schlüssen hinreissen.

Viele Widersprüche der Kritiker sind aber nur Folge der Widersprüchlichkeit und Wandelbarkeit des Ziels der Kritik. Zudem dürfte nicht nur bei vielen Studien des AIDS-Establishments sondern sogar bei manchen Definitionsänderungen das Bestreben, die Kritiker zu widerlegen, eine Hauptrolle gespielt haben.


Im Text Duesberg's theory wird versucht, anhand weniger Beispiele die ganze Duesberg'sche Argumentationsweise lächerlich zu machen.

In der Einleitung findet sich ein Hinweis auf die 'Duesberg-Ausgabe' von Science (266, 9.12.1994). Ich habe die entsprechenden Texte damals genau gelesen. Sie bekräftigten mich in meiner damaligen Vermutung, dass die Wahrheit etwa in der Mitte zwischen Duesberg und dem Establishment liege. Was mich jedoch erstaunte, war Folgendes (S.1649):

<Duesberg legt dar, dass in einer Studie über die Wirksamkeit von AZT (Corcorde-Studie), die Sterberate der Gruppe, die sofort mit AZT behandelt wurde, etwa 125% der Sterberate der Vergleichsgruppe beträgt und somit um 25% höher ist.. Der Artikel kommt aber zum Schluss, dass die Sterberate der AZT-Gruppe 10.9% und die der Kontrollgruppe 8.7% beträgt. Die Differenz sei deshalb nicht 25% sondern nur 2.2%. Durch eine Unterscheidung in echte AIDS-Tote und sonstige Tote wird sie weiter auf 1.3% gedrückt. Und weder die 1.3% noch die 2.2% seien statistisch relevant.>

Darüber, ob ein Unterschied in der Sterberate von 10.9% zu 8.7% bei Gruppen mit je knapp 900 Personen statistisch signifikant ist oder nicht, kann man streiten. Aber selbst wenn die Studie nicht eindeutig beweist, dass AZT die Sterberate erhöht, so beweist sie doch eindeutig, dass es die Sterberate nicht senkt. Der Gedanke, dass Menschen in bester Absicht mit Medikamenten vergiftet werden könnten, hat etwas so Unglaubliches an sich, dass ich erst letztes Jahr anfing, ihn wirklich ernst zu nehmen.

In den letzten Monaten habe ich jedenfalls erkannt, wie gekonnt und unauffällig einseitig die Texte dieser Science-Ausgabe verfasst sind. Ich kann sie jedem zum Studium empfehlen.

Die folgenden Überschriften beziehen sich auf die Kapitelüberschriften des Texts Duesberg's theory. Alle dort kritisierten Stellen stammen aus AIDS Acquired by Drug Consumption and Other Noncontagious Risk Factors, einer mehr als 70 Seiten langen Arbeit Duesberg's von 1992, in der neben wenigen fehlerhaften oder fragwürdigen auch viele überzeugende Argumente gegen die HIV-AIDS-These zu finden sind.

Dental statistics

Der hier gemachte Einwand ist berechtigt aber nicht sehr relevant. Selbst wenn in einer vielzitierten Studie von 1100 Patienten 7 anstatt der zu erwartenden 3-5 HIV-positiv sind, ist das statistisch nicht sehr signifikant. Auch dürften die 1100 Patienten, die sich dem Test unterzogen, nicht repräsentativ für alle Patienten des Arztes sein. Zudem war 1992 die Meinung noch weit verbreitet, dass HIV sehr ansteckend sei (auch beim Zahnarzt), was Duesberg hier widerlegt.

"Developments since Duesberg's article make this even more dramatic. Latest estimates of HIV in the US population are about 0.22%."

Dass nach jahrelang verkündeter HIV-Ausbreitung die HIV-Inzidenz sogar nach unter korrigiert werden musste, ist so erstaunlich, dass es ausser zur Widerlegung der Kritiker normalerweise verschwiegen wird.

Über Einzelfälle (wie Kimberly Bergalis) zu spekulieren, ist müssig. Da wurde zu viel Desinformation in der Presse verbreitet. Eines ist sicher: Hätte sich alles immer so abgespielt, wie es die HIV-AIDS-These impliziert, wäre dies auch in die Fachpresse gelangt und man müsste nicht Spekulationen und fragwürdige Zeitungsartikel als Beleg heranziehen.

Wives of hemophiliacs

Die hier zitierte Stelle ist wirklich etwas wirr. Die zugrundeliegende Kritik aber berechtigt: Solange nicht aufgezeigt wird, dass bei einer HIV-negativen Vergleichsgruppe 13 Frauen weniger sterben, ist es reine Willkür, 13 Todesfälle als AIDS-Tote zu klassifizieren. Hier gilt wiederum: Hätten die Frauen typische AIDS-Krankheiten gehabt, wären diese in den offiziellen Reports erwähnt worden.

1000 sexual contacts to spread

Hier ist Duesberg wirklich ein erstaunlich grosser logischer Fehler unterlaufen. Trotzdem ist die Kritik ("There are so many bizarre things in the above two paragraphs that one hardly knows where to begin.") übertrieben. Wenn im Schnitt tausend Geschlechtsakte notwendig sind, um das Virus von Mann zu Frau zu übertragen, und die HIV-Inzidenz nur 0.22% beträgt (siehe oben), sind im Schnitt etwa 450'000 Geschlechsakte mit zufälligen Partnern notwendig, um das Virus auf eine Frau zu übertragen. Eine Übertragung von Frau zu Mann ist aber noch viel unwahrscheinlicher. Eine expontielle Ausbreitung durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr, wie für Afrika postuliert, ist somit unmöglich.

"The conclusion of 27,000 to 270,000 HIV carriers is very suspect. Note that it takes the infection rate of 17 to 19 year olds and multiplies by the number of 0 to 19 year olds. This is clearly wrong, since the infection rate varies greatly with age." The paper does a similar thing in section 3.4.4.7; it uses this same statistic on 17 to 19 year olds to compute the number of infected Americans of all ages."

Diese Kritik ist irreführend, denn Duesberg zeigt mit vielen Argumenten, dass HIV (ausserhalb der Risikogruppen) primär perinatal übertragen wird.

HIV in the population for millions of years

Dafür, dass es HIV immer schon gegeben hat, haben Duesberg und andere noch viel mehr Argumente vorgebracht als das, dass die HIV-Inzidenz in den USA in den letzten 15 Jahren konstant blieb. HIV-2 ist z.B. viel stärker verwandt mit dem Affenvirus SIV als mit HIV-1.

HIV has the same genes as any other retrovirus

HIV ist ein normaler Retrovirus mit weniger als 2500 Byte genetischer Information. Es gibt viele verwandte Virenarten bei Mensch und Tier. Sich zu streiten, ob sich HIV prinzipiell von HTLV-I unterscheidet, ist ähnlich, wie sich zu streiten, ob sich Katzen prinzipiell von Hunden unterscheiden.

The CDC definition

"This is basically a restating of Duesberg's equations:

INDICATOR DISEASE + HIV = AIDS

INDICATOR DISEASE - HIV = INDICATOR DISEASE

The claim that the CDC AIDS definition requires the presence of HIV is wrong. In fact, the CDC definition permits a diagnosis of AIDS even if HIV tests are negative! For example, P. Carinii pneumonia, no other cause of immunodeficiency, and a negative HIV test results in an AIDS cases under the CDC definition. Click here for the CDC definition of AIDS."

Nicht einmal HIV-Anti-Körper, geschweige denn HIV, aber trotzdem eine von HIV verursachte Krankheit!!!

Was herrscht da für eine Logik!!!


Beim Text The AIDS heresies, der 1995 in Skeptic veröffentlicht wurde, werde ich versuchen, möglichst viele Zitate und möglichst wenig Kommentare zu verwenden.

A dialoge in inductive frustration

Diese Einleitung zeigt allgemeine Probleme auf, lässt sich aber genausogut (mit leichten Modifikationen) gegen das Establishment richten und trägt somit nichts zur Sache bei.

Defining Aids

"In medical science we rarely know in detail at the molecular or even cellular level what causes most human illness"

Es geht in der AIDS-Debatte nicht um solche Detailfragen. Auch wenn man nicht genau weiss, wie Viren z.B. Grippe, Fieberbläschen oder Anderes erzeugen, so lassen sie sich doch in grossen Mengen dort nachweisen, wo sie zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

"In other words, if we choose a definition for AIDS which requires infection with the HIV virus (the current way it is done in many countries, including the U.S.), then we will have chosen our terms so as to be of little help in the question of whether HIV causes AIDS. Obviously, it would be nothing remarkable if we "discovered" that 100% of people with AIDS were infected with HIV, if we defined AIDS in such a way as to require HIV infection."

Diese Erkenntnis haben wir aber den Kritikern zu verdanken.

Ist es nicht sonderbar, dass jedes Land landesspezifische AIDS-Definitionen hat? Im Gegensatz zu den C.D.C. (Centers for Desease Control) behauptet der Autor, dass HIV in den USA für AIDS Voraussetzung ist. Voraussetzung ist HIV aber nur dort, wo es dem AIDS-Dogma zuträglich ist, ist es diesem aber abträglich, kann AIDS ja auch ohne HIV-Antikörper diagnostiziert werden (siehe oben)! Wieso die C.D.C. auf die absurde Idee kamen, P.Carinii pneumonia auch ohne HIV als AIDS zu klassifizieren, weiss ich nicht. Jedenfalls müssen schwerwiegende Gründe dafür gesprochen haben. Wahrscheinlich wären den C.D.C. sonst bitter benötigte AIDS-Tote abhanden gekommen!

Redefining AIDS

"Acquired Immune Deficiency Syndrome is the name historically chosen for a new medical syndrome which is essentially 100% fatal"

Es gibt viele HIV-Positive, die sich nach schwerer Krankheit erholt haben (vor allem dann, wenn sie mit Anti-HIV-Medikamenten aufhörten). Obige Definition ist insofern nichtssagend, als man nachher immer sagen kann, dass diejenigen, die nicht gestorben sind, eben noch nicht AIDS hatten (zum Glück für das AIDS-Establishment erlaubt eine mittlere Inkubationszeit von 10 oder 15 Jahren praktisch eine unbeschränkte Überlebensdauer).

"In the early days of AIDS, before HIV was discovered, the syndrome was indeed defined using such opportunistic diseases, and people with these infections are still included in the federal Centers for Disease Control (C.D.C.) clinical surveillance definition of AIDS (but now only if they are also HIV infected). We will not be able to use this C.D.C. definition. Not only does it assume HIV infection, but for historical, political, and technical reasons, it also is constructed in a way which does not assess current immune status in the best way."

"Certainly there is a good correlation between immune function and what kind of opportunistic infections occur, but the correlation is far from perfect, since opportunistic infection risk is influenced by not only immune status, but also by the quality of what we may term the infectious 'assault' to the
system. The assault in turn is influenced by a person's physical location, infection contacts, personal habits, and other exposure factors both known and unknown.
"

"CD4+ lymphocyte blood counts tell much of the story in AIDS and other immunodeficiencies involving the T-lymphocyte immune system. A healthy adult might have a CD4+ lymphocyte count of 800 to 1000, with a CD8+ count half of this. These are normal values. Under physical stress, injury, or chronic infection, CD4+ lymphocyte count might drop to 500 (to even less than the CD8+ count), and mild, non-fatal opportunistic infections might be the result. A CD4+ count less than the CD8+ count was once used as a crude marker for AIDS, but today with progress we know that this immune state is non-specific."

Dass Stress, Verletzungen und chronische Infektionen genau die Immunzellen dezimieren, für deren Dezimierung HIV verantwortlich gemacht wird, wird hier ehrlicherweise eingestanden. Aber wenn Stress und chronische Infektionen die CD4+Zahl auf 500 und darunter drücken können, wieso sollen dann nicht extremer Stess oder starke chronische Infektionen diese Zahl noch weiter nach unten drücken können? Die CD4+Zahlen bleiben keineswegs dauerhaft konstant, deshalb ist die ganze Argumentation <unter 300 ist es AIDS, über 300 ist etwas anderes> reinste Willkür.

"If we simply define 'immune deficiency' as a sustained CD4+ lymphocyte count of less than 200 (where death begins to become more likely), we will capture about 95% of people who die of what the C.D.C. now defines as 'AIDS'."

So würde es das AIDS-Dogma fordern. Es ist aber eine der wesentlichen Aussagen, die die Kritiker in Frage stellen. Zudem ist Kaposi Sarkoma (eine der urtypischsten AIDS-definierenden Krankheiten) eine Krebsart und wie noch andere AIDS-definierende Krankheiten keine eigentliche Immunschwäche-Krankeit. (siehe: The Presentations at the HIV Symposium at AAAS Conference)

"Previous to the epidemic of AIDS, of course, people did die of immune failure with low T-lymphocyte counts (including low CD4+ counts) for other reasons, and they continue to do so now. Thus, we must also exclude from our AIDS definition all those people who have one of the classic reasons for a very low T-lymphocyte count--reasons which were well-known before the AIDS era (cancer, malnutrition, tuberculosis, radiation, chemotherapy, etc). These people do not have AIDS, because the historical epidemic of AIDS consisted of people with no T-lymphocytes, and yet no known reason for it. These people had appeared newly on the scene in the 1980's with evidence of a fatal kind of immune failure which was acquired, meaning that it was an epidemic problem of something "picked up" by previously healthy people."

Dass Chemotherapie zu Immunschwäche führt (inklusive tiefer CD4+Zahlen) wird hier nicht geleugnet. AZT, das heute gegen HIV eingesetzt wird, wurde als Chemotherapie gegen (Blut-)Krebs entwickelt. Es durfte aber wegen der extremen Nebenwirkungen nicht eingesetzt werden.

Wie kann man immungeschwächten Menschen, die zuwenig Blutzellen haben, ein Medikament verschreiben, das u.a. mit dem Ziel entwickelt wurde, (sich krebsartig vermehrende) Blutzellen abzutöten und das wie jede Chemotherapie Immunschwäche fördert?!!

Wie kann ein Medikament, das wegen seiner Nebenwirkungen nicht einmal als zeitlich begrenzte Chemotherapie gegen Krebs zugelassen wurde, als Dauerbehandlung für gesunde Menschen zugelassen werden?!!

Antikörper sind normalerweise ein Zeichen, dass man eine Infektion überwunden hat und immun für den Erreger geworden ist. (Das ist auch das Prinzip der Impfung). HIV-Viren sind im Blut so selten, dass sie selbst bei AIDS-Kranken nur mit der modernsten Technik nachgewiesen werden können.

Hier noch ein Zitat über AZT aus dem AIDS-Sonderheft von 'Spektrum der Wissenschaft' von 1989 (S.84): "Leider kann es, wie erwähnt, auch schädliche Nebenwirkungen - insbesondere auf das Knochenmark - haben. Häufig kommt es unter AZT-Medikation deshalb zu einer Anämie (einer Verringerung der Zahl der roten Blutkörperchen) und manchmal auch zu einem Schwund an weissen Blutkörperchen und Blutplättchen." Und kurz danach: "Die Ursache dieser Toxizität ist noch unklar". Da kann man sich über Kenntnisstand und Urteilsvermögen der Autoren nur wundern.

Bei AZT und verwandten (beschönigend vielfach als HIV-Transkriptase-Hemmer bezeichneten) Substanzen handelt es sich um 'vergiftete' DNA-Bausteine. Werden diese in den genetischen Code eingebaut, bricht der weitere Aufbau der DNA und alles Folgende zusammen. Selbst wenn menschliche Zellen (im Zellkern) intelligent genug sind, solche Fehler zu vermeiden oder zu korrigieren, werden sie durch diese 'vergifteten' Bausteine unter Stress gesetzt. Zudem schädigen diese Medikamente nicht nur die Mitochondrien (bakterielle Endosymbionten mit eigener DNA), die die Zellen mit Energie versorgen, sondern töten auch viele Bakterien ab, die für die Verdauung und viele andere Funktionen gebraucht werden.

Die ganzen CD4+Zahlenspielereien des Artikels stehen in Zusammenhang mit diesen Medikamenten. Denn nur HIV-Positive, nicht aber HIV-negative Immunschwäche-Patienten, erhalten diese Substanzen, die den weiteren Verfall des Immunsystems erst herbeiführen oder beschleunigen.

HIV-Free AIDS

"This syndrome was named 'ICL' (idiopathic CD4+ lymphocytopenia), meaning 'people with low CD4+ lymphocyte counts without a medically-defined disease.' "

Auch ICL-Patienten starben und sterben.

"Why was ICL not simply called 'HIV-free AIDS?' Critics have darkly suggested that the reason is politics, but in fact there were problems with considering these people as AIDS cases which had nothing to do with AIDS politics or the HIV theory. One difficulty was that people labeled as having "ICL" were found not to come from the AIDS risk groups."

Bei Afrika hatte man aber überhaupt keine Skrupel, Menschen, die nicht aus den ursprünglichen Risikogruppen kamen, als AIDS-Fälle zu klassifizieren!

"What the skeptics had forgotten (or hoped their readers would not notice) was that the immune deficiency of people with ICL did not seem to be acquired. What justification was there, then, for calling it AIDS?"

Wenn aber AIDS auch nicht durch HIV 'acquired' wird, was ist dann noch der Unterschied zwischen AIDS und ICL? Wenn ein ICL-Patient an P. Carinii pneumonia stirbt, kann er ja trotz fehlendem HIV als AIDS-Toter gerechnet werden (siehe oben)!

The Origins of AIDS

"Why, then, was the U.S. first hit with an AIDS epidemic only in the 1980s, with HIV infection quickly rising to 50% in some risk-groups? The answer may be that it was not the simple presence of HIV virus in the United States that changed; rather it was the social milieu."

"In the late 1960s drug use became far more widespread in the U.S., and the invention of the disposable plastic injection syringe about 1970 made IV drug abuse possible for the first time on a large scale. Also beginning around 1969 (the date of the New York City "Stonewall" riots), homosexuals in the U.S. began to take open political power, and concomitantly one faction of male homosexuals began to engage in the high-infection risk 'bathhouse lifestyle' chronicled by Shilts. In addition, the American homosexual-male community was apparently many times re-infected by many world-traveling disease "vectors" from other countries in the 1970s, including an airline steward named Dugas (described in Shilts as the C.D.C. 'patient zero') who traveled widely in Europe, Canada, and the U.S., died of AIDS, and is known to have had sex with no less than 40 of the first 248 Americans to be diagnosed with AIDS by April, 1982."

"By contrast, at present AIDS shows a high and rapidly rising incidence among young men and women in the U.S., and these deaths cannot be simply a new label for an old problem. The reason is that total mortality and cumulated years of life lost to premature death in young persons are observed to be rising rapidly, with all of the change due to AIDS deaths, at the same time other leading categories of mortality remain stable."

Da werden die Prämissen immer so gewählt, dass sie dem Vor-Urteil dienen. Wieso nicht einfach den letzten Absatz mit den zwei davor zitierten erklären, und HIV nur als einen der vielen "world-traveling disease vectors" ansehen? Auch wenn manche Lebensweisen in den 70-iger Jahren entstanden sind, haben sie erst Anfang der 80-iger Jahre ihren Höhepunkt erreicht, wobei vor allem auch der Drogenkonsum (z.B. Poppers) zunahm. Dass Stress, schlechte Ernährung und chronische Infektionen je für sich immunschwächend wirken und die CD4+Zahlen senken, haben wir oben gesehen. (Zur Errinnerung: Die mittlere Inkubationszeit von HIV soll etwa 10 oder 15 Jahre betragen!).

"The rise in total mortality risk in people with hemophilia was sudden: total mortality in this population, which had been stable in 1982 and 1983, suddenly increased by a factor of approximately 900% in the first quarter of 1984. Such an increase in raw numbers of deaths was consistent with an epidemic, or some new very toxic contamination of the clotting factor supply. It is not consistent with slower social changes, slower toxin or immune suppression models, multifactorial causation models, or the idea that people with hemophilia were actually at no greater risk than before (i.e., that again perhaps there had been some kind of 'cause of death' re-labeling in response to AIDS hysteria). Mortality figures in hemophilia patients also showed something else important, which was that the new deaths of the late 1980s, by virtue of all being judged 'AIDS', demonstrated that most or all of them occurred in people with hemophilia who were HIV-positive. Since these deaths accounted more or less for the entire new increase in mortality, it could be inferred that the mortality rate for HIV-negative people with hemophilia did not increase much in the 1980s, if at all."

Es gab zwei grosse Sterbewellen bei den Blutern. Die erste 1984 war in erster Linie psychologisch bedingt (die Angst vor dem Todes-Virus) und die zweite etwa 1987 bis 1989 durch den starken Einsatz von AZT. Dass alle diejenigen, die im ersten Quartal 1984 starben, HIV-positiv waren, ist unmöglich (siehe unten). Es handelt sich hier um eine der typischen AIDS-Lügen. Die ersten schlecht funktionierenden HIV-Antikörper-Tests kamen erst später, und bei diesen gab es noch viele Kreuzreaktionen mit anderen Antikörpern. Weil die Bluter mit vielen Erregern infiziert waren, war auch die Wahrscheinlichkeit für eine Kreuzreaktion gross.

"In the 1980s, total mortality for hemophilia increased in all age groups above nine years of age, and age at death shifted markedly to lower ages, decreasing from 57 years of age in 1979-1981 to 40 years of age in 1987-1989."

"About 50% of people with hemophilia in the U.S. had been HIV infected by early 1986, when screening and treatment of the clotting factor concentrate stopped HIV spread. Still, the long latency of the virus (as long as 15 years for 50% progression to AIDS in this group) caused death rates to rise for long after the window of new HIV infection closed."

Ein Anstieg um 900% in einem Quartal (siehe oben) steht in so krassem Widerspruch zur langen Inkubationszeit, dass dies alleine HIV als Ursache von AIDS ausschliesst.

Wenn es diesen Anstieg im ersten Quartal 1984 wirklich gegeben hat (selbst wenn er nur 100% statt 900% betragen haben sollte), spricht das sehr stark für die psychologische Komponente, denn die Horror-Vision eines über Blut übertragbaren Virus als Ursache von AIDS wurde zu dieser Zeit stark verbreitet. Die Möglichkeit, dass der Anstieg (wie später bei der AZT-Behandlung) auf falsche medizinische Betreuung zurückzuführen ist, kann aber nicht ausgeschlossen werden, denn die Angst vor einem Todesvirus verleitet leicht zum Griff in den antiviralen Giftschrank.

(Robert Gallo war spätestens im September 1983 von der Existenz eines solchen Virus überzeugt, er vermutete sogar schon, dass es eine Variante seines HTLV sein könnte. In der berühmt-berüchtigten Pressekonfernz vom April 1984 präsentierte er dann sein HTLV-3 der Weltöffentlichkeit. Dass es aus dem Labor von Luc Montaigner stammte, wo es LAV genannt wurde, verschwieg er.)

Es war also die Panik vor dem Todesvirus, die dazu führte, dass 1984 reihenweise das Immunsystem von gesundheitlich geschwächten Blutern zusammenbrach.

"Duesberg, for instance quotes only older statistics for hemophilia patients from the pre-1986 period, before AIDS deaths became very large. His practice of using randomly reported AIDS and mortality data for people with this disease (which is often notoriously unreliable in the best of circumstances), instead of the much more reliable cohort study data, also results in figures which minimize the impact of AIDS. Cohort data shows mortality in hemophilia patients to be far higher than Duesberg acknowledges."

Was Duesberg macht, ist völlig richtig. Weil AZT Immunschwäche erzeugt oder dazu beiträgt (siehe oben), ist es allzu logisch, dass Duesberg Todesfälle von mit AZT behandelten Blutern nicht für Korrelationsstudien verwenden kann. Auch dass er den vom AIDS-Establishment erstellten Studien skeptisch gegenübersteht, kann ich verstehen.

"The very misleading statement that people with hemophilia are living 'longer than ever' today is one of the standards among the HIV/AIDS skeptic community."

Es ist aber ein Faktum, wobei ein nicht unwesentlicher Teil HIV-positiv ist.

"Duesberg, though he seems to believe that people with hemophilia have suffered no mortality increases in the age of AIDS, does suggest that people with hemophilia live longer than ever due to recent factor concentrate development, and thus live long enough to die of immunosuppression caused by longer treatments with clotting factor concentrate, instead of from hemophilia."

Dass die Todesrate zeitweilig gestiegen ist, leugnet kein vernünftiger AIDS-Kritiker, er leugnet nur, dass das HIV dafür (direkt) verantwortlich ist.

Attacks on Straw Men

"It is an unfortunate fact that a great deal of the debate over AIDS and HIV has been over what rhetoricians call 'straw men'. A straw man is an argument or viewpoint set up in a debate only for the purpose of being knocked down, and one which the opposite side never really defended or held; or one which is not very important to the central issue of the debate, even if it has been held."

"In the HIV/AIDS debate, straw men set up by heretics have most often been medical hypotheses which have previously been put forth in the context of the HIV theory and which have turned out to be wrong, but which were never important corollaries necessarily deduced from the idea that HIV causes AIDS."

Dieser Abschnitt ist insofern interessant, weil er Argumente, die früher von der AIDS-Orthodoxie vertreten wurden, inzwischen aber unhaltbar geworden sind, zu 'straw men' erklärt, die eigens von den Kritikern der Orthodoxie in die Schuhe geschoben werden, um sie dann zu widerlegen, oder die nie von Bedeutung waren.

"An example of an epidemiologic straw man is the timing of HIV arrival in the Western hemisphere. Root-Bernstein discusses cases of possible AIDS as far back as 1932, notes documented HIV infection with AIDS as far back as 1968 in the U.S., and argues that these data are anomalous if the virus was transferred for the first time to the Western hemisphere around 1978, as was originally thought. And so they are. But if the HIV virus was transferred much earlier than 1978 to the new world, and remained at low levels in male homosexuals and injecting drug users in America until changing social factors in the 1970s encouraged its spread (exactly as Root-Bernstein himself indirectly suggests), no real damage would be done to a suitably modified HIV/AIDS theory."

"An example of a bad prediction made by the orthodox medical establishment which is not necessarily derivative of the HIV theory, was (or is) the official idea that AIDS is due to be a heterosexual pandemic in America any time now."

"It is argued by Duesberg, that the 'viral hypothesis' has failed to predict the course of the AIDS epidemic--namely that AIDS has (at least so far) shown no clear inclination to spread rapidly by a complete heterosexual-sexual-transmission mechanism in the U.S., even though it apparently does so in Africa."

Dass AIDS in den USA und Europa eher als medizinische Rarität denn als 'Pandemie' bezeichnet werden muss, kann nicht geleugnet werden. Zu AIDS in Afrika: Nichts genaues weiss man nicht! Wenn nicht einmal HIV-Statistiken aus den USA aus den 80-iger Jahren gestimmt haben (ausser man geht von stark rückläufigen Zahlen aus), was für einen Wert können dann die Zahlen aus Afrika haben, vor allem auch, wenn es für gemeldete AIDS-Kranke (zusätzliches) Geld gibt.

Dass Tuberkulose und Unterernährung zu Immunschwäche mit tiefen CD4+Zahlen führen, wurde im Artikel ja eingestanden (siehe oben). Im Zusammenhang mit fehlenden sanitären Einrichtungen kommt es dann leicht zu (weiteren) opportunistischen und chronischen Infektionen, die vielfach tödlich enden. HIV-Tests sind in Afrika nicht üblich, da viel zu teuer.

"It is also asserted in a related argument by Root-Bernstein that the HIV/AIDS hypothesis does not explain the generally-low measured levels of HIV virus in semen, the low (but not zero) rate of HIV infection in mates of HIV-positive men with hemophilia, or the nearly zero rate of infection in U.S. heterosexual prostitutes (unless they are drug users). If AIDS is an infectious disease, ask the skeptics, then why does HIV not infect very well?"

Dass es sich hierbei nur um etwas handeln soll, das 'not very important to the central issue of the debate' ist, ist schon der Hammer!

"Indeed, there is evidence that within risk groups, even the healthiest of individuals (immunologically) are capable of contracting HIV. Although men with hemophilia and homosexual men are on average mildly immunosuppressed even in the absence of HIV, it is by no means true that all are."

Je mehr Infektionen oder gesundheitlichen Belastungen ein Mensch gleichzeitig ausgesetzt ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch HIV-Viren der angeborenen Immunabwehr entkommen und so die Antikörperbildung in Gang setzen. Dass 'sogar die (immunologisch) gesündesten Menschen' HIV-Antikörper aufweisen können, ist somit selbstverständlich. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit bei immunologisch gesunden Menschen viel kleiner als bei immunologisch geschwächten.

"Perhaps the most bloated straw man assailed by Root-Bernstein (and the one that provides the major theme of his book) is the idea that the causal agent of an infectious disease such as AIDS must be both necessary and sufficient to cause the disease in every sense of the terms; and moveover that since Dept. of Health and Human Services Secretary Margaret Heckler's dramatic announcement in 1984, most scientists have considered HIV to play this very role for AIDS."

Jedenfalls wird hier zugegeben, dass HIV streng logisch nicht AIDS verursacht und dass die medial zur Geldbeschaffung überall verbreitete Gleichung 'HIV = AIDS = Tod' nie gestimmt hat.


© No rights reserved, 1998 Einstieg: Wissenschaftskritik